Allgäu Blog

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Superfood aus dem Allgäu: #02 Walnuss

Schmankerl & Gutes

Neben dem Giersch ist auch die Walnuss ist ein echtes Superfood. Sie besitzen den höchsten essentiellen Omega-3-Fettgehalt von allen Nußarten in Europa. Die Nüsse liefern zudem das Schlafhormon Malatonin, was bei Schlafstörungen kleine Wunder wirkt. Die antioxitative Wirkung beugt Herz-Kreislauf_Erkrankungen vor und nimmt positiven Einfluss auf den Alterungsprozess der Zellen. Die Blätter des Walnußbaumes wirken entzündungshemmend und als Tee sagt man den Blättern heilende Wirkung bei Darm- und Lebererkrankungen sowie bei Gicht und Rheuma nach.

Eine Handvoll Walnuss-Superfood

Walnüsse sind mit 65% Fettgehalt ware Kalorienbomben. Trotzdem machen sie nicht unbedingt dick, denn der Körper kann ungesättigten Fettsäuren für Gehirn und Nervenzellen nicht selber herstellen, weshalb sie zugeführt werden müssen.

100g Walnusskerne enthalten 7,5g Alpha-Linolsäure. Sie sind reich an Zink (Spurenelemente für Haut, Haare und die Leber) und Kalium (für das Herz). Dazu kommen Magnesium, Eisen, Phosphor und die Vitamine A, B1, B2, B3 und C.

Eine Handvoll Walnüsse decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Omega-3-Fettsäuren. 

Oma liebte den Walnuss-Baum am Haus

Die Walnuss kam bereits mit den Römern vor 2000 Jahren ins Allgäu. An vielen alten Bauernhöfen steht ein großer, mächtiger Walnuss-Baum. Schatten spendend findet man unter dem Baum oft ein „Ausruh-Bänkchen“. Der Baum war beliebt bei unseren Altvorderen. Die Nüsse lieferten Energie, und waren stressfrei über mehrere Monate haltbar. Die grüne Schutzschalen wurden zum Färben von Schafswolle verwendet und die Blätter für Naturheil-Tees getrocknet. „Ein Walnussbaum und ein Holderbusch, und Du hast Deine Apotheke zuhause“, sagte meine Oma immer.

Und wurde der Walnussbaum zu groß, dann gab es fantastisches Holz für neue Betten, oder Kommoden ….

Walnuss-Baum: Mystik & Brimborium

Der Walnussbaum wurde schon jeher mit (männlicher) Stärke verbunden. Deshalb wurde auch gerne zur Hochzeit ein Walnussbaum gepflanzt. Die Walnuss selber wurde mit weiblicher Fruchtbarkeit verknüpft. So wurden in der Hochzeitsnacht Walnüsse unter das Bett gelegt.

Aber schon kam natürlich die Kirche ins Spiel und machte dem Vergnügen ein moralisches Ende, und verband die Walnuss auch mit Wollust und Sünde. Und behauptete, daß der Schatten der Bäume, das Negative übertragen würde. Im Elsass zum Beispiel sagte man bei einer reichen Nussernte, daß es jetzt wohl auch viele uneheliche Kinder geben soll …. Aha!

Naja,  wie auch immer, die Allgäuer liebten Ihren Walnußbaum trotzdem, oder gerade deswegen …

Walnuss sammeln und trocknen

  • Walnüsse fallen von selber im September oder Oktober. Das Abschlagen im Baum bringt nichts, denn dann sind die Nüsse noch unreif und zum essen nicht geeignet.  (Ausnahme: Grüne Walnüsse zur Herstellung von Nußlikör. Hier sollte bereits im Juli geerntet werden.)
  • Der Frost im Frühherbst schadet den Nüssen nicht. Deshalb einfach abwarten, bis sie reif sind.
  • Handschuhe sind praktisch, damit sich die Hände vom Gerbsaft der grünen Ummantelung nicht braun färben. Achtung: Die Farbe geht auch aus Kleidung nicht mehr raus!
  • Die grüne Schale gleich entfernen.
  • Nüsse nur abbürsten, nicht mit Wasser waschen
  • Geschrumpelte und schwarze Nüsse aussortieren
  • Nüsse einzeln trocknen. Sie sollten sich nicht berühren! Am besten auf Papier, Backblech, o. ä.
  • Die ideale Trockentemperatur liegt bei 25°C – 30°C. Wird es wärmer, dann wird die Nuss ranzig. Die Trockenzeit der Walnuss sind 3 – 4 Wochen.

 

 

Walnuss – Meine kernige Buchempfehlung

Anschaulich ind sympathisch: Die Bewohner eines oberösterreichischen Dorfes, das wegen seiner Tradition im Herstellen des bekannten Nussgeistes und von Nussgeistessenzen weit über Österreich hinaus bekannt wurde, haben ein gemeinsames Buch erstellt. „Verwertbarkeit der Walnuss in der Küche sowie ihr gesundheitlicher Wert.“

Ein MUSS für Walnuss-Fans! Das Buch bietet eine ausführliche Warenkunde und viele Rezepte wie z. B. Roquefort-Walnuss-Muffins, Kalbsmedaillons in Nuss-Kräuter-Kruste oder Walnussbrot, Walnussparfait, Engadiner Nusstorte und Nusslikör ….

Happy Food – Warum Mangold vor Depressionen Schützt und Walnüsse schlau machen!

Ein wirklich informatives Buch, für alle die Gesundheit auch mit Essen verbinden. Ich verschenke das Buch gerne zu Geburtstagen oder als Mitbringsel.

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Quintessenz

Superfood vom Allgäuer Walnuss-Baum

schmeckt gut, ist gehaltvoll und gibt es frisch mit kurzem Transportweg.

 

Die Walnuss ist Futter fürs Gehirn!  

                                                                           Herzlichst, Deine Ulli