Allgäuer Rodel Manufaktur von Werner Friedl


1. Dezember 2017 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Dienstleistung & Einkaufen,Handwerk(s)-Kunst im Allgäu


Rodel Manufaktur Werner Friedl

Bei Werner Friedl werden sportliche Rodel in Handarbeit hergestellt. Rodel – das sind die schnittigen Schlitten, die mit den Beinen und vollem Körpereinsatz gelenkt werden. Tief im Ostallgäu liegt die Rodel Manufaktur, die weit über die Allgäuer Grenzen hinaus ihre Fans besitzt. Als aktiver Wettkampf-Rodler legt Werner Friedl sein Augenmerk auf die Details. Und so sind es die Feinheiten, die die Friedl Rodel so begehrt machen.

Allgäuer Rodel Manufaktur von Werner Friedl

 

Friedl Rodel aus dem Allgäu

Kufen für den Friedl Rodel

 

Performance to win

Vor 14 Jahren fing die Begeisterung bei dem Rodelbauer für diesen – noch jungen Breitensport – an. Auf einer Berghütte sah Werner Friedl so einen flotten Rennrodel.  Mit seiner sympathischen und bodenständigen Art überzeugte er den Besitzer von einer Probefahrt. Von da an, war die Leidenschaft geweckt. Der Tüftler in ihm, sah noch Luft nach oben und so entstanden im Keller die ersten eigenen Rennrodel. Zuerst nur für sich, dann für die Familienmitglieder und Freunde …. . Ständig wurde an der Technik, an den einzelnen Komponenten gefeilt, und jede Veränderung dann getestet. Ein Glück, daß ein Spetzel den Eiskanal in Garmisch betreut. Das ist die Möglichkeit, um spät am Abend  den modifizierten Schlitten direkt auf der Eisbahn auszuprobieren. Tja, Leidenschafft kennt wenig Grenzen. „Performance to win“ eben.

Wer so auf jedes Detail achtet, und seinen Rodel dermaßen perfektioniert, der darf auch Bayrischer Meister werden.

 

 

Zeitungsausschnitte über Werner Friedl

Bayrischer Meister im Rodeln

Die Trophäe ist recht locker in der Werkstatt positioniert …

 

 

Rodel aus einer echten Manufaktur

 

Am Anfang steht das Holz. Es wird gesägt, schichtverleimt und in Form gebracht. Danach wird die Form gefräßt. X mal liegt das Holz dabei schon in der Hand des Meisters. Doch dann wechselt die Handschrift, denn Marlene Friedl übernimmt den Feinschliff. Kufe für Kufe – ich kann mir das schon fast medidativ vorstellen. Je nach Designwunsch lackiert Marlene noch von Klar bis Schwarzmatt in allen Farbkombinationen.

Auch die Sitztextilien werden von Hand genäht und – auf Wunsch – bedruckt. Sind alle Einzelteile hergestellt, kommt die Montage. Hier kommt – wir sprechen von einem reinen Familienbetrieb – Sohn Max ins Spiel. Auch er begeisterter Rodler und auf vielen Downhillstrecken zu Hause.

 

 

Form für die Kufen vom Friedl Rodel

Formverleimt in Form gebracht

 

Kufen aus der Rodelmanufaktur Friedl

Vorbereitete Kufen für den nächsten Super-Rodel vom Friedl

 

Des Rodelbaumeisters Handwerkzeug ...

Des Rodelbaumeisters Handwerkzeug …

Schlitten – Rodel – Rennrodel

 

Ein richtiger Rodel wird mit den Beinen gelenkt und ist ein ganzkörpereinsatzforderndes Sportgerät. Mit einem Schlitten hat dieser Rodel aus der Rodelmanufaktur rein optisch zwar noch viel zu tun. Wer sich jedoch damit einmal den Berg hinunter stürzt, erkennt schnell, daß Schlitten fahren und Rodeln so unterschiedlich sind, wie Sahneschnitten und Kässpatzen.

Und während mit dem Rennrodel der Eiskanal heruntergebrettert wird, toben sich mit dem Allround-Rodel junge und junggebliebene Erwachsene aus. Auf eine Hütte laufen, einkehren und dann mit Spaß den Berg hinunter, oder gleich mit der Bahn nach oben und direkt bergab – sportlich ist es auf jeden Fall.

 

Friedl Rodel aus der Allgäuer Rodel Manufaktur

Das Design ist individuell – die Bauart immer perfekt (Foto: Friedl )

 

Individuelles Design am Friedl Rodel

Karibisches Temprament auf zwei Kufen (Bild: Friedl Rodel)

 

Bremsplatten für die Schuhe

Auch die Bremsplatten für die Schuhe sind selber entwickelt

 

Werner Friedl – fast schon ein Original

Eigendlich wollten wir uns einfach nur mal über Sportrodel informieren, weil wir bei unserer letzjährlichen Nacht-Schlittenfahrt auf den Geschmack gekommen sind. Und dann standen wir vor Werner in seiner Manufaktur. Mittendrin in der Werkstatt. Ein Holzofen verströmt angenehme Wärme und der Meister muß erst noch die letzten Handgriffe bei der Montage erledigen, bevor er für uns Zeit hat. Und dann erzählt er vom Rodelbau und von den Details. Er erklärt uns mit viel Humor, und bildlichen Einlagen was einen guten Rodel ausmacht, und warum er nur direkt und ohne Zwischenhändler verkauft. Er schildert seine Testfahrten so anschaulich, daß ich mir vorkomme, als sause ich als blinder Passagier mit den Eiskanal hinab.

Die Treffen mit Tüftel-Freunden, die große Renn-Rodel-Familie wo jeder jeden kennt, die schönen ruhigen Erlebnisse auf den Hütten …. Geschichten kann Werner Friedl viele erzählen. Und dann schafft er Platz in seiner Werkstatt, schnappt sich einen Rodel und zeigt uns live die richtige Kurventechnik und wie schnell gebremst wird und uns wird klar, daß eine gute Bauchmuskulatur auch zur Grundausstattung gehört.

 

Werner Friedl - der Rodel Baumeister aus dem Allgäu

Lachen und Rodeln – das scheint zusammen zu gehören.

 

Rodel nach Maß - die Friedl Rodel

Die Details für unsere Rodel werden aufgenommen

 

 

Trendsportart: Downhill

 

Trendig ist gerade alles, was irgendwie mit „Downhill“ zu tun hat. Mit dem Rad, mit Scootern, mit Kettcars … hauptsache es geht schnell runter vom Berg. Downhill heißt bei uns „Bergabfahrten“, und da müssen wir Allgäuer uns gar nicht hinter den Trendgebern Amerika und Kanada  verstecken. Denn „Downhill“ sind wir nahezu immer unterwegs, vorausgesetzt wir machten vorher etwas „Uphill“. Und weil wir den Amerikanern eine Nasenlänge voraus sind, sind bei uns die Rennrodel und Rennrodelmeisterschaften schon weit verbreitet, während in Übersee das Downhill-Toboggan oder rodeln fast keiner kennt :-). Mir sind halt scho Käppsele. 🙂

 

Rodeln im Allgäu

Rodelbahnen gibt es mittlererweile viele im Allgäu. Am Hochgrat wurde dieses Jahr der Wirtschaftsweg ausgebaut, so daß der Hochgrat zum Rodelmekka werden soll. Mit der Zitronengondel hoch und über das Staufner Haus 6 km lang auf der Naturrodelbahn nach unten. Auch eine perfekte Abfahrt findet man in Steibis und am Mittag mit seiner 5,1 km langen Abfahrt. In Oberstdorf kannst du von der Halbstation der Nebelhornbahn 3km lang bergab rodeln und jeden Samstag gibts in Rettenberg an den Grüntenliften Nachtrodeln.

Dazu kommen die zahlreichen kurzen Rodelbahnen und natürlich die Wirtschaftswege zu den Alpen und die Skipisten. (Besser ist es erst nach dem Liftbetrieb abzufahren)

 

Quintessenz:

Schlittenfahren macht Spaß – aber Rodeln ist der Knaller!

Es muß kein echter Friedl sein –
aber das Preis-Leistungsverhältnis ist unschlagbar und die Qualität oberstes Niveau.

Mehr Informationen:

Friedl Rodel

Rodeln im Allgäu

 

Ulrike Heerdegen
vernetzt ...

Ulrike Heerdegen

Allgäuerin, Landleberin, Bloggerin, Genieserin, Entdeckerin, Netzwerkerin und begeistert von den digitalen Möglichkeiten.

Zum Ausgleich zu meinem Job als Online-Marketing-fachfrau kann auch gut 3 Wochen ohne jegliche Technik auskommen ... "Out of Netz" - wie der Allgäuer zu sagen pflegt 😉
Ulrike Heerdegen
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Kommentare
  1. Barbara von Tief im Allgäu said on 1. Dezember 2017 15:25:

    Oh, da hab ich ja auch wieder was gelernt über den Unterschied von Schlitten und Rodel. Und die Rodelbahn am Hochgrat muss ich diesen Winter unbedingt mal ausprobieren!